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Weisheitszähne – wofür denn?
Das ausgewachsene menschliche Gebiss besteht aus 32 Zähnen, wovon 8 Schneidezähne, 4 Eckzähne und die restlichen 20 Backenzähne sind. Die Weisheitszähne gehören zu den Backenzähnen und schließen die Zahnreihen im Ober - und Unterkiefer ab. Mit der Entwicklung der heutigen Ernährungsgewohnheiten - hauptsächlich in den entwickelten Industriegesellschaften – haben die letzten Backenzähne ihre ursprüngliche Funktion verloren und sind dadurch in Hinsicht auf die Nahrungsaufnahme nicht mehr relevant und notwendig. Infolgedessen werden die Kiefer immer kürzer und bei manchen Menschen bilden sich keine Weisheitszähne mehr – oder nur noch teils. Bei anderen Menschen entwickeln sich die Weisheitszähne ca. ab ihrem 16. Lebensjahr, trotzdem sind sie nur noch bei einem geringeren Teil der Jugendlichen sichtbar, bleiben meist sondern noch lange Jahre im Kieferknochen zurück.
Die Weisheitszähne erweisen sich manchmal als Störenfriede
Nur in den seltensten Fällen erfüllen die Weisheitszähne ihre ursprüngliche Funktion und wachsen vollständig in gerader Stellung aus dem Kieferknochen. Die Weisheitszähne bleiben oft im Kiefer, wo sie für keine Beschwerden verantwortlich gemacht werden können. Falls sie aber nicht gerade, sondern schräg wachsen, üben sie Druck auf die Nachbarzähne aus und können dadurch die anderen Zähne verschieben und schräg stellen. Noch schlimmer ist es, wenn die Wurzeln des benachbarten Zahnes durch einen Druck ausübenden Weisheitszahn verletzt werden, da es zur Entzündung der Wurzeln kommen kann. Auch der im Knochen verbliebene Zahn kann sich entzünden. Zahlreiche Jugendliche müssen beim Hervorkommen eines Weisheitszahnes mit erheblichen Problemen wie vergrößerte Lymphknoten, Schleimhautentzündungen, Schwellungen im Mund, Schluckbeschwerden und Ohrenschmerzen kämpfen. Sollte der Weisheitszahn nur teils hervorrücken, wird dadurch die Zahnpflege erschwert, was zu Entzündungen, zu Karies oder sogar zur Bildung von Abszessen führen kann.
Sollte der Weisheitszahn entfernt werden oder nicht?
Wie bereits erwähnt, gehören Weisheitszähne zum natürlichen menschlichen Gebiss und können sich auf der Art und Weise entwickeln wie die anderen Backenzähne. Wann sie nach ihrem Hervorrücken keine Probleme verursachen, muss man sie nicht entfernen. Sollten sie aber die anderen Zähne negativ beeinflussen oder weitere Beschwerden verursachen, muss man sie loswerden, und zwar so schnell wie möglich. Wie man einen Weisheitszahn entfernt, hängt davon ab, ob er noch im Knochen verankert oder schon ganz herausgerückt ist. Die obligatorische Entfernung eines Weisheitszahnes liegt nur dann vor, wenn er noch verborgen ist. Ist er bereits herausgewachsen, lässt er sich genauso ziehen wie die übrigen Zähne.